Mr. Confuse - Do You Realize - The Remixes
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Mr. Confuse - Do You Realize
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Mr. Confuse - Feel The Fire
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Mr. Konfuze & Lunatic - On The Beatbox
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He got the funk: Mr. Confuse im Interview

| March 25th, 2015 | posted in Reviews
He got the funk: Mr. Confuse im Interview

He got the funk: Mr. Confuse im Interview

He got the funk: Mr. Confuse im Interview
Mr Confuse im Interview mit Lina Burghausen / Mona Lina für Saitensprung Online

Lang lebe der Funk! Das Genre, was viele eher mit den 60ern und 70ern in Ver­bin­dung brin­gen, ist für die­sen Mann das täg­li­che Brot. Mr. Con­fuse ist DJ und Pro­du­zent aus Han­no­ver und der lebende Beweis dafür, dass der Funk sich stän­dig neu erfin­det. Mit sei­ner Par­ty­reihe “Break It Loose” berei­chert er das Nacht­le­ben der Lei­ne­stadt um eine ein­zig­ar­tige Ver­an­stal­tung: Gemein­sam mit Marc Figge an Saxo­phon und Per­cus­sions bläst er den tanz­wü­ti­gen Gäs­ten Funk und Break­beats in allen Facet­ten um die Ohren. Live-Musik trifft Plat­ten­tel­ler­ar­tis­tik. Ein guter Grund, Mr. Con­fuse ein paar Fra­gen zu stellen.

Seit eini­ger Zeit berei­cherst du mit dei­ner vier­tel­jäh­rig statt­fin­den­den Ver­an­stal­tungs­reihe „Break It Loose“ im Mon­keys die Han­no­ve­ra­ner Club­szene. Wel­ches Kon­zept steht hin­ter der Veranstaltung?

Die Idee war, eine Club­nacht bei der sich alles um die Achse des Funk dreht zu eta­blie­ren, ob Nu Funk, Funky Break­beat, Ghetto Funk, Funk & Boo­gie Edits, elek­tro­ni­schen Beats, Soul­ful DnB, funky Hip Hop Beats oder auch Elec­tro Funk. Bei „Break It Loose“ geht es um den Groove, um dies zu unter­mau­ern wird das DJ-Set mit Live Per­cus­sion und Saxo­phon unterstüzt.

Als DJ mit einem Live-Instrumentalisten zu arbei­ten ist nicht unbe­dingt all­täg­lich. Wie seid ihr zusam­men gekommen?

Ich kenne Marc Figge, der zum DJ-Set live spielt, seit vie­len Jah­ren. Durch die Zusam­men­ar­beit im Stu­dio für meine Pro­duk­tio­nen ent­stand die Idee, auch live als Sound­sys­tem zu spielen.

Wie berei­tet ihr euch auf eine neue „Break It Loose“-Ausgabe vor?

Wir haben eine Kom­bi­na­tion aus freien Impro­vi­sa­tio­nen sowie eini­gen mei­ner eige­nen Pro­duk­tio­nen und eine Aus­wahl an Rou­ti­nes, die Marc und mich im Club-Alltag seit Jah­ren beglei­ten in einen neu­nen Kon­text gesetzt. Die­ses Set befin­det sich in Bewe­gung und wird von uns mit neuen Titeln und neu erschie­nen Tracks für jede Break It Loose erwei­tert und von lan­ger Hand geprobt.

Du bist Funk-DJ und –Pro­du­zent und in einem Genre unter­wegs, das viele eher mit den 70ern und 80ern ver­bin­den als mit der Gegen­wart. Wie bist du zum Funk gekom­men und was macht das Genre für dich so zeitlos?

Funk der 60er, 70er und auch 80er Jahre dient als Basis von unzäh­li­gen Musik­rich­tun­gen. Ob Hip Hop, Drum & Bass, zahl­rei­che elek­tro­ni­sche Musik­rich­tun­gen oder auch aktu­elle Pop-Musik – der Funk und auch Soul aus die­ser Zeit waren und sind maß­ge­bend für diese Stile und damit, mei­ner Mei­nung nach, zeit­los. Mein per­sön­li­cher Ein­stieg in die Musik ent­stand über Hip Hop-Produktionen der frü­hen 90er, die mir über den Ver­weis auf der Platte über die Sam­ple­quelle den Zugang in das Genre ver­schafft haben. Inspi­ra­tion gaben mir aber auch schon früh zahl­rei­che Gast­auf­tritte von Soul-Künstlern in der aller­seits belieb­ten Muppet-Show.

Inwie­fern lässt sich dein Künst­ler­name Mr. Con­fuse auch auf deine Musik übertragen?

Ich habe als Pro­du­zent und auch als DJ schon immer gerne musi­ka­li­sche Stile kom­bi­niert. Bei DJ-Sets kann die Band­breite schon mal von Hip Hop, 60er und 70er Funk, Drum & Bass, Beats, funky Break­beat über Edits bis sonst wohin gehen und damit im posi­ti­vem Sinne musi­ka­lisch „kon­fus“ wer­den, daher kam die Idee für den Namen.

Mit Con­funk­tion Records hast du dir den Traum vom eige­nen Label erfüllt. Was bedeu­tet es dir, deine Musik selbst­stän­dig releasen zu können?

Con­funk­tion Records gibt mir die Mög­lich­keit, sowohl meine Pro­duk­tio­nen als auch Pro­duk­tio­nen ande­rer Künst­ler, die ich inter­es­sant finde, zu ver­öf­fent­li­chen und zugäng­lich zu machen. Auch meine Liebe und Begeis­te­rung zum guten alten Vinyl war ein Beweg­grund, ein eige­nes Plat­ten­la­bel zu gründen.

Wel­chen Tipp wür­dest du auf­stre­ben­den DJs und Pro­du­zen­ten geben, die dar­über nach­den­ken, wie sie ihre Musik an den Mann bringen?

Sich im klei­nen Rah­men zu pro­bie­ren und ein­fach mal irgendwo anzu­fan­gen. Zum Bei­spiel über eine Platt­form wie Band­camp zum Ver­kauf und Sound­cloud für die Pro­mo­tion mal zu schauen, wie das Feed­back auf die ers­ten Pro­duk­tio­nen im All­ge­mei­nen ist. Und bei funky Musik natür­lich nicht zu ver­ges­sen, mir an meine Label-Adresse ein Demo zuschicken.

Als DJ bist du schon quer durch Europa gejet­tet, als Pro­du­zent hast du mit zahl­rei­chen inter­na­tio­na­len Musi­kern gear­bei­tet. Den­noch bist du Han­no­ver treu geblie­ben. Was macht die Musik­szene der Stadt für dich aus?

In Han­no­ver bewegt sich immer wie­der was Gutes und das macht für mich den Reiz der loka­len Szene aus. Ob neue Musikpromotion-Agenturen, die Scratch-Community von DJ Ghost­cut oder For­mate wie Fei­er­abend­Beats, eine Ver­s­an­stal­tung bei der es um ent­spannte Beats nach Fei­er­abend und gesel­li­gen Aus­tausch von Musik­be­geis­ter­ten geht – in Han­no­ver pas­siert viel.

Zum Interview auf Saitensprung.de